herman de vries


herman de vries  
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  herman de vries, „ein nachmittag unter einer weißdornhecke - 18. october 1998 “, 1998, 50 x 72 cm
 
     

„wirklichkeit als selbständiges dokument fällt mehr dem nichtbilden zu, meine erdausreibungen (‚from earth‘)
kommen dem bild etwas näher, der grenzbereich, in dem sich meine arbeit (und ich selbst damit) in den
letzten 30 jahren bewegt, ist auch ein sozialer bereich. kunst als soziales bewusstsein, das vereinigen von
kunst und nichtkunst. das aufheben der gegensätze. die befreiung des zuschauers von der bedeutung. das
akzeptieren und weiterreichen vom gegebenen inhalt der wirklichkeit.die erneuerung der erfahrung -
erfahrung der einheit. liebe. die wirklichkeit als bewusstseins-prägung. der baum, die pflanze, der körper;
das essen, der tisch, der teller. es gibt nichts, was nicht ausdruck dieses bewusstseins ist.“
herman de vries, april 1989

Anfangs von der ‚konkreten Kunst' kommend, arbeitete herman de vries (geboren 1931 in Alkmar, NL)
schon seit Jahrzehnten real mit der Natur: 1949 bis 1951 Studium an der Schule für Gartenbau in
Hoorn, NL und von 1961 bis 1968 in Arnheim, NL am Institut für Angewandte Biologische Forschungen
in der Natur. Bereits 1953 widmete sich herman de vries aber auch ersten künstlerischen Arbeiten.
Ausgerüstet mit den wissenschaftlichen Methoden der Erforschung unserer Pflanzenwelt suchte er
auch in der bildenden Kunst „ausschnitte der wirklichkeit“ zu erfassen.

 
 

herman de vries - from earth

 
  herman de vries, Erdausreibungen aus „from earth“, 1989/1990, Zeichnungen auf Karton, je 45 x 35 cm
 

Die uns umgebende Natur ist das Material, das er möglichst unverändert in seinen Kunstobjekten
ein- und verarbeitet: die Gleichheit und Verschiedenheit natürlicher Formen gleicher Herkunft sind
nicht nur gestalterisches Prinzip, sondern Symbol für die Möglichkeiten einer lebendigen und
organischen Welt. Dieses Material verkörpert zum einen Vergänglichkeit – ein wichtiges Thema
für herman de vries – aber auch die Möglichkeit der Entstehung von etwas Neuem.

Da herman de vries immer bestrebt ist, seine Eingriffe in das Material aus der Natur so gering
wie möglich zu halten, zögerte er zunächst, den Schritt zur Erdausreibung zu gehen. Er sucht alles
‚Handschriftliche' und jeden persönlichen Ausdruck mittels sachlicher Anordnung von einzelnen
Pflanzen und Erd- oder Ascheausreibungen zu vermeiden, um ‚ausschnitte der wirklichkeit' zu schaffen.

Seit den Anfängen mit der holländischen Gruppe Nul, die ZERO nahestand, den ersten reinen
Naturarbeiten auf und nach den großen Reisen in den 70er Jahren, bis zu den Ausreibungen, Reihungen
und zufallgesteuerten Blattarbeiten hat herman de vries ein singuläres künstlerisches Werk entwickelt.
Mit Werkgruppen und großen Gartenprojekten war er an internationalen Ausstellungen wie Biennalen
Venedig und Lyon sowie an ‚Skulptur.Projekte' Münster beteiligt.

Permanente Garteninstallationen wie das ‚Sanctuarium' in Stuttgart und Münster bringen
nichtdomestizierte Natur zurück in Großstadträume.

herman de vries in seinem Atelier in Eschenau im Dezember 2015

 

Eine umfassende Dokumentation des Werkes und biographische Angaben finden sich auf der Website
hermandevries.org > .

biennale Venedig 2015

herman de vries hat die Niederlande 2015 auf der biennale > in Venedig vertreten. Texte und Filmdokumentationen:
Pressemitteilung >

Video biennale niederländischer Pavillion >
Video biennale chanel >


Ab dem 25. Juni 2016 ist im Museum Für Konkrete Kunst > in Ingolstadt die Ausstellung "herman de vries. stein erde holz" zu
sehen, die einen Überblick über das Werk des holländischen Künstlers bietet. Einen Schwerpunkt der Ausstellungen bilden die
Erden. Es erscheint ein Katalog.

Zuvor waren bis Mai 2016 in Hamburg im Ernst Barlach Haus > unter dem Titel "sculptures trouvées" Fundstücke aus Stein
und Holz von herman de vries zu sehen.

 
   


 
Holger Priess * Galerie 20459 Hamburg - Admiralitätstr. 71 - (+49)040/89064721 - info@holgerpriess.com